Checkliste Umzug

Tipps und Tricks für den Wohnungswechsel

Die alte Wohnung ist gekündigt, eine neue gemietet oder gekauft. Spätestens zu diesem Zeitpunkt steht fest: Bald steht der Umzug an. Damit dieser nicht im Chaos endet, sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken machen. Denn es ist gar nicht so leicht, nichts zu vergessen und den Überblick zu behalten. Unsere Umzug-Checkliste hilft Ihnen, den Umzug zu einem glatt über die Bühne zu bringen.


Umzug in Eigenregie oder mit Umzugsunternehmen?

Zunächst sollten Sie entscheiden, ob Sie den Umzug alleine oder mit Freunden organisieren möchten oder ob es sinnvoll ist, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Hierfür sollten Sie drei wichtige Aspekte bedenken: 

  1. Wie groß ist der Umfang des Umzugs?
  2. Wie groß ist die Distanz zwischen der alten und der neuen Wohnung?
  3. Wie groß ist das Budget, das Sie für den Umzug zur Verfügung haben?

Je größer der Umfang des Umzugs, desto eher sollten Sie die Hilfe eines Umzugsunternehmens in Betracht ziehen. Aber auch eine größere Entfernung zwischen altem und neuem Wohnort kann dafür sprechen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel wenn sie aus München in eine Eigentumswohnung in Berlin ziehen.

Vergleichen Sie vorab die Kosten verschiedener Unternehmen und lassen Sie einen Kostenvoranschlag erstellen. Hierfür kommt das Umzugsunternehmen in Ihre alte Wohnung, um den Umzug einschätzen und planen zu können. Vereinbaren Sie rechtzeitig den Umzugstermin, damit Sie auch an Ihrem „Wunschtermin“ umziehen können.

Wenn Sie sich entscheiden, den Umzug in Eigenregie durchzuführen, sollten Sie sich trotzdem rechtzeitig um eine ausreichende Unterstützung bemühen und Ihren Freunden und Bekannten Bescheid sagen. Benötigen Sie zusätzlich Hilfe, können Sie eine Kleinanzeige in der Lokalzeitung schalten oder sich beispielsweise an eine Vermittlung studentischer Aushilfskräfte in Ihrer Stadt wenden. Ein solches Unternehmen in Berlin sind beispielsweise die Berliner Heinzelmännchen.

Beachten Sie, dass die Haftplicht Ihrer privaten Umzugshelfer im Fall eines Schadens nur dann zahlt, wenn diese „Gefälligkeitsschäden“ im Rahmen von Freundschaftsdiensten mitversichert sind. Bei einem Umzugsunternehmen gilt in der Regel eine Haftung nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen von 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Prüfen Sie aber unbedingt die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Umzugsunternehmens und achten Sie auf besondere Haftungsausschlüsse, zum Beispiel bei elektronischen Geräten.


Melden Sie sich pünktlich an, ab und um

Der Umzug ist geschafft, die Möbel und Kisten sind in der neuen Eigentumswohnung ausgepackt. Und jetzt? Sind Sie umgezogen, reicht es nicht aus, nur Ihren Freunden und Bekannten Ihre neue Adresse mitzuteilen. Auch Ämter, Versorger und andere Dienstleister müssen über den Wohnungswechsel informiert werden. Im zweiten Teil unserer Umzug-Checkliste zeigen wir Ihnen deshalb, wen Sie bei Ihrem Umzug nicht vergessen dürfen:

  1. Einwohnermeldeamt: Sie müssen sich innerhalb von zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt, Ihres neuen Wohnortes anmelden. Dieses übernimmt für Sie die Abmeldung vom alten Wohnort. Ziehen Sie innerhalb einer Stadt um, so genügt eine Ummeldung. An- und ummelden können Sie sich jedem Bürgeramt in Berlin. Um Zeit zu sparen, können Sie Termine im Internet vereinbaren. Das für Sie nächste Bürgeramt finden Sie hier.
  2. Finanzamt: Teilen Sie dem zuständigen Finanzamt Ihren Umzug schriftlich mit, wenn Sie in eine neue Stadt ziehen und geben Sie dabei Ihre Steuernummer an. Das für Sie zuständige Finanzamt in Berlin finden Sie hier. Bei einem Umzug innerhalb desselben Orts müssen Sie dies nicht tun, das Finanzamt erfährt Ihre neue Adresse aus Ihrer nächsten Steuererklärung.
  3. Agentur für Arbeit: Sollten Sie Leistungen von der Agentur für Arbeit beziehen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Wohnungswechsel dort eine Woche vor dem Umzug bekannt geben.
  4. Strom-/Gas- und Wasserversorger: Melden Sie Ihre Zählerstände an den alten und den neuen Versorger. Bei vielen Anbietern geht dies mittlerweile auch über ein Formular auf der jeweiligen Webseite.
  5. Post: Stellen Sie rechtzeitig einen Nachsendeantrag. Die Post empfiehlt, dies zwei bis drei Wochen vor dem Umzug zu tun, mindestens aber fünf Tage vorher. Den Antrag können Sie bequem von Zuhause aus stellen, klicken Sie dazu auf die Website der Post.
  6. Kfz-Zulassungsstelle: Um Ihr Auto in einer neuen Stadt anzumelden, benötigen Sie die alten Kennzeichen, die Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamtes, Ihren Personalausweis, den Kfz-Schein und Kfz-Brief, den Bericht von HU und AU und eine Versicherungsbestätigungskarte von Ihrem Kfz-Haftpflichtversicherer. Mit diesen Unterlagen melden Sie das Fahrzeug bei der Kfz-Zulassungsstelle um. In Berlin gibt es XX Zulassungsstellen. Die für Sie nächste, finden Sie hier.
  7. Schule/Kindergarten: Denken Sie daran, Ihre Kinder rechtzeitig an einer neuen Schule oder in einem neuen Kindergarten anzumelden. Informieren Sie sich auch über das Schulsystem in dem Bundesland, in das Sie ziehen. Informationen zum Berliner Schulsystem finden Sie hier.
  8. Gebühreneinzugszentrale: Auch bei der GEZ müssen Sie eine Adressänderung melden. Das können Sie schriftlich, telefonisch oder auch auf der GEZ-Internetseite tun: www.gez.de
  9. Telefon und Internet: Um nach dem Umzug nicht von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, sollten Sie ihren Telefon- und Internetanbieter frühzeitig über Ihren Umzug informieren. Denken Sie eventuell auch an Ihren Mobilfunkanbieter.
  10. Geldinstitute: Auch Banken und Sparkassen müssen von der Adressänderung informiert werden. Viele Institute bieten einen sogenannten „Umzugsservice“ an, bei dem sie Ihnen weiteren administrativen Aufwand abnehmen.
  11. Versicherungen: Teilen Sie Ihre neue Adresse Ihrer Krankenkasse und Ihren weiteren Versicherern mit. Denken Sie an das An-, Ab- und Ummelden der Hausratversicherung, Lebensversicherung, Kfz-Versicherung, Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung.
  12. Tageszeitung, Zeitschrift, Versandkatalog: Um wie gewohnt auch in der neuen Wohnung die Tageszeitung zu erhalten, melden Sie auch hier Ihre neue Adresse. Dasselbe gilt natürlich auch für abonnierte Zeitschriften und Kataloge von Versandhäusern.
  13.  Vereine: Teilen Sie Vereinen oder Verbänden, in denen Sie Mitglied sind, Ihre neue Adresse mit. Kündigen Sie gegebenenfalls rechtzeitig die Mitgliedschaft.
  14. Haustiere: Die Hundesteuer wird auf Grundlage der Hundesteuerordnung der jeweiligen Stadt erhoben, in der der Hundehalter seinen Hauptwohnsitz hat. Achten Sie also darauf, dass Sie bei einem Umzug auch Ihren Hund ummelden. In Berlin müssen Sie Ihren vierbeinigen Freund hier anmelden.

 

 

Richtige Vorbereitung zahlt sich aus

Wie so oft, lohnt sich auch beim Umzug eine sorgfältige Planung. Sie kann Ihnen viel Stress am eigentlichen Umzugstag ersparen und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Um Zeitdruck zu vermeiden, ist es am wichtigsten, dass Sie mit der Umzugsplanung früh genug anfangen.

  • Um Terminproblemen aus dem Weg zu gehen, beantragen Sie rechtzeitig Urlaub für Ihren Umzug. Vereinbaren Sie einen festen Termin mit dem Umzugsunternehmen oder mieten Sie einen Möbelwagen, damit alles an Ihrem „Wunschtag“ über die Bühne gehen kann.
  • Entrümpeln Sie Ihre alte Wohnung und entscheiden Sie frühzeitig, welche Möbel Sie in die neue Wohnung mitnehmen wollen. Falls Sie Möbel für Ihre neue Wohnung benötigen, beispielsweise eine neue Küche, kaufen Sie diese rechtzeitig.
  • Organisieren Sie ausreichend Verpackungsmaterial und Werkzeug, damit Ihnen dieses nicht am Umzugstag ausgeht.Schieben Sie auch das Packen der Kisten nicht bis auf den letzten Tag vor dem Umzug auf, sondern packen Sie Dinge, die Sie nicht täglich benutzen, schon etwa eine Woche vor dem Umzug ein.Packen Sie die Umzugskisten möglichst geschickt. Achten Sie zum Beispiel auf das Gewicht der Kisten, sie sollten nicht zu schwer sein.Geben Sie Ihren Umzugshelfern rechtzeitig Bescheid und erinnern Sie sie eine Woche vorher erneut an den Umzugstermin.Am Umzugstag sollten Sie Verpflegung für alle Umzugshelfer bereitstellen. Haben Sie ein Umzugsunternehmen beauftragt, denken Sie daran, Bargeld als Trinkgeld für die Umzugshelfer parat zu haben.


Haben Sie an alles gedacht? Dann steht einem erfolgreichen Umzug jetzt nichts mehr im Weg!

 

 

 

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